die Definition der Festen Fahrbahn
Unter dem Begriff "Feste Fahrbahn" wird allgemein ein Oberbau verstanden, bei dem der Schotter durch ein anderes Material wie zum Beispiel Beton oder Asphalt ersetzt wird. Diese Materialien weisen im Gegensatz zum Schotter keine oder nur eine sehr geringfügige Verformung auf. Die für das Rad/Schienen-System vom Oberbau geforderte Elastizität wird bei der Festen Fahrbahn durch die Verwendung von elastischen Materialien zwischen Schiene und Schwelle und/oder unter der Schwelle erreicht. Bei der Festen Fahrbahn werden die Querschwellen in modifizierter Form beibehalten, durch Platten ersetzt oder sie entfallen ganz.
Der Begriff "Feste Fahrbahn" wird häufig auch durch den Begriff "Schotterloser Oberbau" ersetzt. Findet Schotter bei einer FF Anwendung, so übernimmt er hier andere Funktionen (UV-Schutz bei einer AsphaltTragSchicht bzw. ist Sicherungselement im Schwellenfach im Falle eines Schienenbruchs).
In der Amtssprache der UIC:
- Deutsch: Feste Fahrbahn (FF)
- Französisch: Voie sur dalle (Vsd)
- Englisch: Slab track (St) oder ballastless track (ugs.)
Vorteile der Festen Fahrbahn:
- Stabile, sichere und dauerhafte Gleisanlage
- Hohe Verfügbarkeit des Fahrweges
- Instandhaltungsarmer Fahrweg
- Verwendung der Wirbelstrombremse auf Gefällestrecken ohne zusätzliche Sicherungsmaßnahmen am Gleis
- keine Vegetationskontrolle
- Halbmesser > 3000 m
Nachteile der Festen Fahrbahn:
- hohe Errichtungskosten
- ohne Schallabsorber lauter als Schotteroberbau (SchO)
- Reparaturunfreundlich
Anwendungsgebiete:
- In Gleisen und Weichen
- Auf Erdbauwerken
- Auf Brückenbauwerken
- In Tunnelbauwerken (gefordert ab 500 m Tunnellänge)
